2026
🇪🇺 Rückblick: „Eine Hommage an Europa“ 🇪🇺
von Andrea Senf
Anlässlich des Europatags am 09. Mai luden die Europa-Union Kulmbach, der Kulmbacher Literaturverein e.V. sowie die Kunstgalerie Marion Kotyba am 15. Mai zu der Veranstaltung „Eine Hommage an Europa“ ein. Unter dem Motto „Eine Stunde für Europa“ wurde die Kunstgalerie zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der kulturellen Vielfalt.
Marion Kotyba begrüßte die zahlreichen Gäste herzlich und freute sich über das große Interesse an diesem besonderen Nachmittag. Thomas Nagel erinnerte daran, wie wertvoll die europäischen Errungenschaften für unseren Alltag geworden sind: Reisen ohne Grenzkontrollen, gemeinsames Bezahlen ohne Geldwechsel und vor allem ein langes Leben in Frieden.
Auch die neue Führungsspitze Kulmbachs mit Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack und Landrat Jonas Gleich zeigte sich erfreut über die große Resonanz. Für heitere Momente sorgten Erinnerungen an das frühere Vereinslokal „Landsknecht“ ebenso wie augenzwinkernde Hinweise auf europäische Regelungen, etwa die berühmte Gurkenverordnung.
Ein besonderer Höhepunkt war die von Natascha Schleu vom Café Sternstunden gestaltete Europatorte mit weißem Schokomousse, blauer Glasur, goldenen Sternen und kleinen Flugzeugen über der süßen „Europa-Kuppel“. Sie wurde feierlich von Landrat Jonas Gleich angeschnitten.
In ihrer Rede brachte die Vorsitzende des Kulmbacher Literaturverein e.V., Karin Minet, den europäischen Gedanken treffend auf den Punkt:
„Lieber streiten wir über die Form von Gemüse, als über Dinge, die deutlich schlimmer wären. Und das ist vielleicht das Entscheidende: Wir haben gelernt, Konflikte nicht mit Waffen auszutragen, sondern mit Diskussionen.“
Anschließend trugen Manfred Ströhlein, Angelika Tyll, Laura Carlsson-Monti und Nicole Geier Texte vor, die ihre ganz persönliche Sicht auf Europa, Freiheit und Demokratie widerspiegelten. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Klarinettenensemble Kulmbach unter der Leitung von Ilona Ramming. Besonders stimmungsvoll wurde der Nachmittag durch die farbenfrohe PopArt-Kulisse der Künstlerin Olga Trachkova, deren Werke der Veranstaltung einen besonderen Rahmen verliehen.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Europa nicht nur ein politisches Bündnis ist, sondern ein gemeinsamer kultureller Raum voller Freiheit, Vielfalt und Ausdruckskraft.
Oder, wie es an diesem Nachmittag spürbar wurde:
Europa beginnt nicht an der Landesgrenze – sondern mitten unter uns, mitten in uns.